Austausch des Akkus für verschiedene Zahnbürsten
Laut Herstellerangaben von Oral-B ist ein Austausch des Akkus im Handstück nicht vorgesehen, da das Gerät wasserdicht versiegelt ist und keine Ersatzakkus angeboten werden. Bei Funktionsproblemen verweist die Marke auf den Service.oralb.com für Garantie- oder Serviceleistungen.
In der Praxis ist ein DIY-Austausch mit technischem Aufwand möglich, erfordert allerdings oft Lötkenntnisse und das Öffnen des Gehäuses.
Methoden und Aufwand:
- Offizieller Weg: Nutzung des Herstellerservices oder der Garantie, falls noch gültig.
- Selbstreparatur (DIY): Erfordert das Öffnen der Zahnbürste (oft über die Ladestation oder Schrauben), das Entfernen der Elektronik und das Ablöten des alten Akkus sowie das Einlöten eines neuen.
- Spezialdienstleister: Es gibt Anbieter (z. B. technikfreund.de), die den Akkutausch im Austausch gegen die alte Zahnbürste durchführen (ca. 2–4 Tage Bearbeitungszeit).
Wichtige Hinweise für DIY:
- Werkzeuge: Benötigt werden meist Lötkolben, Lötzinn, Spudger, Pinzette und ggf. ein Lötkolben.
Modellunterschiede:
- Bei älteren Modellen (z. B. White Pro 1000, Genius) muss der Akku oft ablötet werden.
- Bei neueren iO-Modellen (iO 4–10) sitzt der Akku oft in einer Halterung und kann teilweise ausgehebelt werden, ohne löten zu müssen, was die Reparatur erleichtert.
- Polarität: Beim Einbau ist auf die richtige Polarität (Plus/Minus) zu achten, um Defekte zu vermeiden.
- Risiko: Das Öffnen des Gehäuses kann die Wasserdichtigkeit beeinträchtigen und die Garantie erlöschen lassen.
Ersatzakkus sind auf Plattformen wie eBay oder spezialisierten Shops erhältlich. Achten Sie auf die korrekte Typenbezeichnung (z. B. Typ 3756 für White Pro 1000 oder spezifische iO-Akkus), da diese nicht universell kompatibel sind. Preise liegen oft zwischen 4 und 15 Euro für die Zelle selbst.
Eine Anleitung für den Austausch des Akkus der Oral-B iO Zahnbürsten finden Sie unter folgenden Link: https://de.ifixit.com/Anleitung/Oral-B+iO+Akku+tauschen/136696
Eine Anleitung für den Austausch des Akkus der Oral-B Professional Care Zahnbürsten finden Sie unter folgenden Link: https://de.ifixit.com/Anleitung/Oral-B+White+Pro+1000+Akku+austauschen/101091
Eine Anleitung für den Austausch des Akkus der Oral-B Trizone und Triumph Zahnbürsten finden Sie unter folgenden Link: https://de.ifixit.com/Anleitung/Oral-B+Black+7000+Akku+austauschen/100181
Elektrische Zahnbürsten mit wechselbaren Akkus: Das solltet ihr beachten.
Es mag ernüchternd klingen, aber: Elektrische Zahnbürsten mit einfach wechselbaren Akkus gibt’s leider so gut wie gar nicht. Große Hersteller wie Philips oder Braun integrieren die wiederaufladbaren Batterien fest, ein nachträglicher Tausch ist aber, mehr oder weniger aufwändig, möglich. Es gibt einige Aspekte, die ihr unternehmen könnt, wenn der Kauf einer modernen Zahnbürste zum Beispiel mit Schallvibration ansteht oder der Akku einer vorhandenen langsam „schlapp macht“.
Warum existieren kaum elektrische Zahnbürsten mit wechselbaren Akkus?
Man könnte den Herstellern unterstellen, sie möchten mit ihren meist fest verbauten Akkus und am schlimmsten noch geplanter Obsoleszenz nur dafür sorgen, dass wir nach Ablauf der Garantie gleich zu einer neuen elektrischen Zahnbürste greifen. Wenn der Akku nicht mehr funktioniert, könnt ihr ein solches Reinigungsgerät nicht mehr verwenden – meist auch nicht mit einem Kabel. Doch es gibt auch andere und vor allem plausible Gründe, wieso ihr nicht selbst einen Akku tauschen könnt.
Ein wichtiges Argument: Elektrische Zahnbürsten kommen sehr häufig mit Wasser in Kontakt. Entsprechend müssen die Gehäuse und vor allem die Elektronik-Komponenten im Inneren vor Feuchtigkeit geschützt sein. Selten sind Zahnbürsten allerdings so verschlossen, dass man sie nicht Öffnen und den Akku austauschen kann. Dichtungen beschädigt man dabei nicht. Und auch ohne das eine Zahnbürste jemals geöffnet war, dringt in diese mit der Zeit oft Feuchtigkeit oder sogar Nässe ein. Der Austausch des Akkus kann sich durchaus als schwierig gestalten und ist nur etwas für sehr geübte Bastler.
Apropos: War es früher noch Standard, dass sich die Akkus von Mobiltelefonen tauschen ließen, so ist das heute eher die Ausnahme. Das liegt auch daran, dass heutige Smartphones dünner sind und viel Technik auf kleinstem Raum vereinen. Genau so ist das auch bei elektrischen Zahnbürsten: Leistungsstarke Motoren für Schallzahnbürsten, RFID-Chipleser, Schalter, LEDs – all das müssen Hersteller in eine kompakte Form bringen. Denn am Schluss soll sie sich nicht zu klobig in den Händen anfühlen, wenn ihr euch die Zähne putzt.
Welche elektrischen Zahnbürsten mit Wechselakku gibt es?
Letztendlich lassen sich die Akkus bei den allermeisten Geräten austauschen. Der Aufwand dafür fällt allerdings unterschiedlich hoch aus.
Die Oral-B iO lässt sich laut iFixit extrem leicht öffnen – über die mitgelieferte Ladeschale. So kommt ihr schnell an den Akku heran, den man im problemlos bestellen kann.
Da die Themen Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit zunehmend größere Rollen in unserem Alltag spielen, dürften in den kommenden Jahren mehr und mehr elektrische Zahnbürsten wechselbare Akkus bieten. Auch für Hersteller ergeben sich hier sicher neue Möglichkeiten, über Zubehör oder gar Dienstleistungen (bei smarten Zahnbürsten) trotzdem Geld zu verdienen…
Beim Kauf darauf achten: Hochwertige Akkus
Wenn ihr vor dem Kauf einer neuen elektrischen Zahnbürste steht, schwingt sicherlich auch ein wenig die Sorge mit: Was, wenn der Akku den Geist aufgibt? Wann das passiert, kann kaum jemand schon im Vorfeld wissen. Aber zwei Aspekte solltet ihr im Hinterkopf behalten:
1. Ni-MH-Akkus bei günstigen Modellen
In preisgünstigeren elektrischen Zahnbürsten werden oft noch Ni-MH-Akkus verbaut. Dieser Akkutyp ist erprobt und zuverlässig.
2. Lithium-Ionen-Akkus bei neuen Modellen
Mittlerweile am weitesten verbreitet – und das aus gutem Grund. Li-Ion-Akkus sind nicht nur preisgünstig, sie haben auch keinen Memory-Effekt. Sicherlich sind sie auch nicht in allen Bereichen perfekt, aber qualitativ hochwertige Akkus halten viele Jahre. Als Anhaltspunkt für die Lebensdauer dienen Informationen über die zu erwartenden Ladezyklen. Wie oft könnt ihr einen Akku aufladen, bevor die Kapazität schrumpft?
Nur selten geben Hersteller konkrete Zahlen an, aber rechnet mit bis zu 1000 Ladezyklen. Das heißt: Im besten Fall ladet ihr eure elektrische Zahnbürste mit Li-Ion-Akku bis zu 1000x auf, bevor die Batterie vielleicht das Zeitliche segnet. Gute Zahnbürsten müsst ihr in der Regel alle zwei Wochen aufladen, was also heißt: Erst nach 40 Jahren könntet ihr die Zahnbürste nicht mehr aufladen.
Auch bei einer pessimistischen Darstellung von 200 Ladezyklen entspricht dies noch immer über 8 Jahren. Oder anders gesagt: Wirklich in den seltensten Fällen ist der Akku bei einer elektrischen Zahnbürste das Problem, wenn ein qualitativ hochwertiger verbaut ist. Daher könnte es sich lohnen, nicht zur günstigsten Zahnbürste zu greifen.
Ein unkomplizierter Austausch des Akkus ist oft nicht möglich.
Trotzdem sei ein Tipp an dieser Stelle gegeben, der sich in erster Linie an Hobbytüftler und Bastelfreunde richtet. Anleitungen dazu findet man z.B. bei iFixit oder Youtube. Vor allem etwas betagte Modelle lassen sich mit teils überschaubarem Aufwand Öffnen. Allerdings sind für den Austausch des Akkus dann meist Lötkenntnisse erforderlich. Man kann den Akku aber auch von einem spezialisierten Dienstleister austauschen lassen.
Für ausgewählte elektrische Zahnbürsten findet ihr problemlos kompatible Akkus, darunter sind folgende Modelle:
Braun Oral-B iO
Braun Oral-B Sonic Complete
Braun Oral-B 4000, 5000, 7000, 9000
Braun Oral-B Professional Care 500, 550
Philips Sonicare
Dennoch sollte euch bewusst sein: Der Aufwand ist oft hoch, ihr könnt die gesamte Zahnbürste zerstören und der Wechsel des Akkus ist meist mit Löten verbunden. Schreckt euch das nicht ab, ist es sicherlich einen Versuch wert. Solch eine Bastelei geschieht stets auf eigene Gefahr.
Kostspieliger, aber nachhaltiger: Akku tauschen lassen
Manche Firmen haben sich darauf spezialisiert, Akkus von elektrischen Zahnbürsten zu wechseln. Die Preise hierfür liegen zwischen 20 und 50 Euro. Die Anbieter finden sich vorrangig im Internet, ihr schickt eure Bürsten also via Post ein. Ob sich das lohnt, müsst ihr letztlich selbst entscheiden. So oder so erlischt damit die Hersteller-Garantie, andererseits ist der professionelle Tausch sicherer und nachhaltiger. Und: Eure geliebte Zahnbürste könnt ihr auch künftig weiterbenutzen.